Dienstag, 15. Oktober 2024
Das Institut, Zürich
theinstitute.ch/programm
De Brug
Joris Ivens, Holland, 1928, 14 min
Fragment nul uur nul
Andor von Barsy, Simon Koster & Otto van Neijenhoff, Holland, 1928, 6 min
Albert Cirera (Tenorsaxophon), Olie Brice (Kontrabass)

Die Überwindung natürlicher Hindernisse ist ein fester Bestandteil des niederländischen Alltags. Dämme, Deiche und Kanäle, von Menschenhand geschaffene Konstruktionen, stehen in Symbiose mit der Natur. Der absolute Film von Joris Ivens ist eine Studie über den reinen Blick und den dynamischen Schnitt, Andor von Barskys Filme spielen mit der Form der Städtesymphonie und die ursprünglich wissenschaftlich gedachte Studie von Jan Cornelis Mol führt den Film schliesslich vollends ins Gebiet der Abstraktion.
Vertont werden die vier Filme vom spanischen Saxophonisten Albert Cirera und dem englischen Kontrabassisten Olie Brice. Cireras Spiel ist eine Klangskulptur in ständiger Verwandlung. Als wäre er ein Bildhauer des Ätherischen, formt er jeden Klang mit verschiedenen Techniken und Geräten, als wäre er Materie. Olie Brice wiederum bringt den ganzen Körper seines Basses zum Singen. Er hat die Fähigkeit, eine fraktale Linie zu spielen, die so zielgerichtet ist wie die der grossen Jazz-Bassisten, aber in einem völlig abstrakten Rahmen.
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