Donnerstag, 23. Januar 2025

Stummfilmfestival 2025

Filmpodium, Zürich
www.filmpodium.ch

18:15

Natalie Peters (Stimme), Rebecca Minten (Klarinette), Romane Bouffioux (Perkussion), Marina Tantanozi (Flöte)

Entfesselte Bilder

«Ujmuri ist einer der ersten sowjetischen Spielfilme, bei dem eine Frau Regie führte. Expressive Kontrastmontagen, Bildkompositionen und starke Charaktere bestimmen die Erzählung, die von der Kollision zwischen Tradition und Moderne handelt, genauer von der Sumpftrockenlegung in der Region Samegrelo. Lokaler Volksglaube trifft auf sowjetische Modernisierung. Titelgebend ist eine Göttin, die laut Legende in den Sümpfen wohnt und sich Eindringlingen widersetzt. Das Verbot des Films nach seiner Premiere setzte Nuza Gogoberidses Regielaufbahn sogleich ein Ende. Eine andere Naturgewalt – ein Gletscher in über 4000 Metern Höhe – gab bereits Nuza Gogoberidses erster Solo-Regiearbeit den Titel: Buba, ein ‹Kulturfilm› von 1930. Das hoffnungsvolle Projekt einer technisierten Zukunft wird mit dem harten Lebens- und Arbeitsalltag der Menschen in der Hochgebirgsregion Racha kontrastiert. Auffällig inmitten der Darstellung existenzieller Härte und der ideologischen Rahmung ist der Humor, der den Film durchzieht.» (Gaby Babić & Barbara Wurm)

Vertont werden die beiden georgischen Filme von einem neuen Improvisationsquartett, das die Westschweizer Perkussionistin Romane Bouffioux eigens für diesen Abend ins Leben gerufen hat. Zusammen mit der Stimmkünstlerin Natalie Peters, der Klarinettistin Rebecca Minten und der Flötistin Marina Tantanozi wird sie versuchen, der entfesselten Bildsprache musikalisch Paroli zu bieten.